Über Alpakas | Medizinische Grundversorgung

Für Alpakas benötigt man relativ selten den Tierarzt. Natürlich muss der Tierarzt geholt werden, sobald der Verdacht besteht, dass ein Alpaka nicht gesund ist. Bei einer täglichen Kontrolle erkennt man das schon oft an einem ungewohnten Verhalten des Tieres. Auch kann es vorkommen, den Tierarzt beispielsweise zu einer komplizierten Geburt holen zu müssen oder bei stark blutenden Wunden. Dann ist natürlich schnelle tierärztliche Hilfe notwendig. Ein Tierarzt muss sich nicht unbedingt mit Alpakas auskennen, jedoch ist es wichtig, dass er sich den Tieren annimmt, so wie er es bei anderen Tieren tut. Manchmal muss man mehrere Tierärzte „ausprobieren“, um den richtigen zu finden, denn das Vertrauen ist fast genauso wichtig, wie wenn man selbst zum Arzt geht. Der Tierarzt muss einmal jährlich den Tierbestand impfen. Dazu kann der Impfstoff "Covexin 8", der vor Tetanus und Chlostridien schützt genutzt werden. Ein Impfschutz gegen Tollwut ist nur in tollwutgefährdeten Gebieten notwendig und auch empfehlenswert. Zur Entwurmung von Alpakas gibt es keine speziellen Präparate, jedoch lassen sich dazu Präparate einsetzen, die für Rinder oder Schafe gedacht sind. Zu nennen sind z.B. "Ivomec", "Dectomax", "Panacur" oder "Valbazen". Einige werden oral eingegeben und andere müssen mit einer Spritze verabreicht werden. Es ist bei allen Medikamenten zu beachten, welche sich bei tragenden Stuten auch anwenden lassen. Also, immer vor einer Anwendung mit dem Tierarzt absprechen, ob es sich bei dem zu behandelnden Tier um eine tragende oder nichttragende Stute handelt. Eine Gabe von Vitamin ADE ist außerdem zu empfehlen. Dies begünstigt vor allem die Entwicklung der Fohlen, da die Tiere diese Vitamine nicht ausreichend über das Futter aufnehmen können. Ebenso der Mineralstoff Selen kann den Tieren zusätzlich verabreicht werden. Es gibt viele Gebiete – gerade auch Bayern - die selenarme Böden besitzen, so dass hier eine Zugabe von Selen nicht nur empfohlen wird, sondern fast notwendig ist. Fohlen können nach der Geburt gegen Fohlenlähme ("Fohlenlähmeimpfstoff wdt") geimpft werden. Zusätzlich kann man sie mit Vitamin E-Selen versorgen; so sind die Fohlen fürs erste gestärkt. Dies alles sind Empfehlungen, die sich im Laufe der Jahre durch Züchtererfahrungen entwickelt haben. Man kann natürlich im Einzelfall auch andere Entscheidungen treffen. Quelle: azvd Alpakazuchtverband Deutschland e.V.

 

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