Über Alpakas | Haltung

Alpakas sind gesellige Tiere. Sie dürfen niemals alleine gehalten werden. Deshalb bilden jeweils mindestens zwei Hengste oder zwei Stuten zusammen eine Gruppe. Es können auch Wallache mitgehalten werden. Beobachtet man das Verhalten dieser Tiere, so stellt man fest, dass die Herde mit jedem weiteren Tier ruhiger und souveräner auftritt. Also, je größer die Herde, umso wohler fühlen sich die Alpakas. Von einer Haltung von Hengsten und Stuten zusammen, ist eher abzuraten, außer man führt gezielt einem Hengst eine oder mehrere Stuten zum Decken zu. Diese sollten allerdings spätestens zur Abfohlzeit getrennt werden, damit der Hengst die Stuten nicht unnötig bedrängt.

Spuckst du? – eine der häufigsten Fragen! Spucken ist ein natürliches Verhaltensschema innerhalb der Herde. Sie setzen es ein, um die Rangordnung festzulegen und Jungtiere zu erziehen. Bereits gedeckte Stuten signalisieren einem sich von hinten näherndem Hengst, dass sie bereits trächtig sind. So kann es im Umgang mit Alpakas natürlich immer mal wieder vorkommen, dassman unbeabsichtigt in die „Spucklinie“ gerät. Eine reine Stallhaltung ist nicht erlaubt.

Alpakas brauchen Bewegung, deshalb muss regelmäßiger Weidegang unbedingt gewährleistet sein. Es wird eine Offenstallhaltung empfohlen, so dass die Tiere selbst wählen können, ob sie sich im Stall oder im Freien aufhalten wollen. Man rechnet mit einer Stallfläche von ca. 2 qm pro Tier und einer Mindesthöhe von 2 m. Bedingt durch die karge, nährstoffarme Vegetation ihrer Heimat sind Alpakas hervorragende Futterverwerter und können gut auf mageren Wiesen und steinigen Hängen gehalten werden. Zu „fette“, eiweißhaltige Weiden beeinträchtigen die Verdauung, deshalb muss auch ganzjährig Heu zu gefüttert werden. Gelegentlich lieben sie es auch an Dornen und Gestrüpp zu knabbern - leider auch an jungen Obstbäumen. Alter Baumbestand dagegen bleibt unbeachtet. Von Koniferen und giftigen Ziergehölzen müssen sie unbedingt ferngehalten werden.

Anders als viele heimische Weidetiere haben Alpakas keine Hufe, sondern sind sogenannte Schwielensohler. Ihr weicher Tritt schont so die Grasnarbe. Sie stellen also eine echte Alternative zur Beweidung empfindlicher und schwer zugänglicher Flächen dar. Die Weidefläche sollte, um genügend Auslauf zu bieten, für die ersten zwei Alpakas mindestens 1000 qm groß sein. Jedes weitere Tier benötigt 100 qm Fläche dazu, allerdings ist hierbei zu beachten, dass die Fläche als Weide für das ganze Jahr nicht ausreicht. Hierzu wäre eine Fläche von 600- 800 qm notwendig.

Alpakas sind inzwischen auch als landwirtschaftliche Nutztiere anerkannt. Ein Alpaka ist 0,08 Großvieheinheit, demnach können 12 Alpakas auf 1 ha gehalten werden, damit sie das Jahr über genug Grünfutter zu sich nehmen können. Die Weideflächen können mit verschiedenem Zaunmaterial eingezäunt werden. Man kann Drahtgeflecht, Maschendrahtzaun oder Elektrozaun verwenden. Zu beachten ist hierbei, dass der Zaun mindestens 1 m bis 1,30 m hoch ist, damit ihn die Tiere nicht überwinden können. Ein unten durch Schlüpfen muss ebenfalls verhindert werden, in dem der Zaun tief genug angebracht ist. Bei Elektroeinzäunung sollte gewährleistet sein, dass ihn die Tiere respektieren. Die Strippen sollten deshalb in entsprechend nicht zu weiten Abständen angeordnet sein.

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